Er versuchte mit Herzblut, das Beste für seine Schule zu erreichen

Bernhard Fellhauer, der Rektor des Eppelheimer Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, geht in Pension – zum Abschied gab es eine erstklassige Feier in der Rudolf-Wild-Halle.

Pressefoto von Werner Popanda (freier Journalist)_2

Als überaus musikalische, zuweilen sehr amüsante und noch dazu recht informative Zusammenkunft entpuppte sich die Feier zur Verabschiedung von Bernhard Fellhauer. Seit 2006 war er Rektor des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (DBG), nun geht er in den Ruhestand.

Was das Musikalische anbelangt, muss aber nicht nur den ihre Stimmen und Instrumente bestens beherrschenden Schülerinnen und Schüler des DBG für superbe Beiträge gedankt werden. Sondern auch dem Verabschiedeten selbst, denn dieser ließ es sich nicht nehmen, mit seiner Band für den Schlussakkord zu sorgen.

Drei Songs hatte er sich für diesen Gig ausgesucht, wobei Simon & Garfunkels „The sounds of silence“ schon deswegen sehr gut zu Ruhestand passte, weil „silence“ ja auch mit Ruhe übersetzt werden kann. „Stay“ von Jackson Browne heißt übersetzt „Bleib“ und richtete sich wohl an die Gäste, doch bitte bis zur Eröffnung des Buffets zu bleiben.

Pressefoto von Werner Popanda (freier Journalist)_1

Deutlich komplizierter wird es beim dritten Song „I can see clearly now“, dem Reggae-Evergreen von Jimmy Cliff, in dem „All of the bad feelings have disappeared“ gesungen wird. Sprich: Alle miesen Gefühle sind verschwunden. Gab es da etwa einen Zusammenhang mit Bernhard Fellhauers Zeit an der Spitze des DBG?

Klare Antwort: Nein! Zum Ausdruck kam dies zum einen in der Begrüßung durch Thomas Becker, stellvertretender DBG-Schulleiter, als auch in den Grußworten von Judith Schmitt-Helfferich von der katholischen und Detlev Schilling von der evangelischen Kirche sowie dem Grußwort von Judith Bühler, Realschulkonrektorin und geschäftsführende Schulleiterin der Eppelheimer Schulen.

Und zum anderen in den Reden von Anja Bauer, Präsidentin der Abteilung 7 des Karlsruher Regierungspräsidiums, Patricia Rebmann, Bürgermeisterin der Stadt Eppelheim, Ute Fischer, DBG-Elternbeiratsvorsitzende, Anja Titze, Vorsitzende des DBG-Freundeskreises, und Finn Zimmermann, DBG-Schülersprecher.

Auf den Punkt bringen ließen sich alle diese Ansprachen durch das von Finn Zimmermann Gesagte. Demnach zeichne sich Bernhard Fellhauer durch eine „bemerkenswerte Offenheit und Herzlichkeit“ aus. Bei ihm, so der Schülersprecher, habe „immer das Wohl der Schule und der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund“ gestanden.

Alles in allem habe der scheidende Rektor „mit Herzblut versucht, das Beste zu erreichen“. Dies verband der Laudator mit der folgenden Bitte: „Legen Sie Ihre Gitarre nie beiseite!“ Bernhard Fellhauers Gitarrenspiel muss in der Tat beeindruckt haben, denn auch Judith Bühler erinnerte sich, dass Bernhard Fellhauer „oft mit einer musikalischen Einlage für beste Stimmung gesorgt hat.“

Fast noch schöner Adieu gesagt wurden dem künftigen Rektor a.D. von den Schulklassen des DBG, die im Foyer der Rudolf-Wild-Halle diverse Plakate an die Wand gehängt hatten. „In Eppele“, stand auf einem, „steht das DBG, mit Lehrern, Schülern, 7c, die Gitarre ist des Direx‘ Passion, schade, nun geht er in Pension.“ Doch auch die 7b hatte sich etwas einfallen lassen.

„Beliebt, ehrgeizig, reizend, nett, höflich, atemberaubend, respektvoll, diszipliniert, freundlich, ehrlich, lieb, lustig, humorvoll, allwissend, unvergesslich, engagiert, ruhig“, war auf deren Plakat zu lesen. Fügt man nun die jeweiligen Anfangsbuchstaben aneinander, kommt wohl welcher Name unterm Strich heraus?

Bernhard Fellhauer, der 1953 in Rauenberg zur Welt gekommen war, seine Reifeprüfung 1973 in Wiesloch abgelegt und danach in Heidelberg studiert hatte, blickte auf seine „38 Berufsjahre mit vielfältigen Facetten in unserem Schulsystem“ in „Dankbarkeit und Demut“ zurück.

Zugleich hielt er fest, dass es „drei Säulen gibt, um zu bestehen“. Als da wären Kenntnisse verwaltungs- und schulrechtlicher Art, umfassende praktische Erfahrungen durch „Learning by doing“ und nicht zuletzt, „nach dem gesunden Menschenverstand zu entscheiden“.

Pressefoto von Werner Popanda (freier Journalist)_3

Text und Fotos: Werner Popanda (freier Journalist)