Schüler schrieben an Frauen in Not – Sechstklässler des DBG machten mit beim Amnesty-Briefmarathon

Die Jahrgangsstufe sechs des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (DBG) Eppelheim setzte ein Zeichen in Sachen Gerechtigkeit: Rund 70 Schüler machten mit beim Amnesty International-Briefmarathon, der alljährlich zugunsten von Menschen in Not stattfindet. Bereits zum zweiten Mal organisierte Ethiklehrerin Lotte Emslander diese humanitäre Aktion am DBG, bei der die Schüler an bedrängte Menschenrechtskämpfer Briefe schreiben. Ausgewählt werden die Adressaten durch die Menschrechtsorganisation Amnesty International, die auch den Versand der Briefe übernimmt.

Pressefoto_Briefmarathon DBG

Dieses Mal hatte Amnesty International vier Frauen ausgesucht, an die Trost- und Aufmunterungsbriefe geschrieben werden konnten: Die Studentin Geraldine Chacón engagiert sich in Venezuela für benachteiligte Jugendliche in den Armenvierteln. Sie wurde unter fadenscheinigen Vorwänden für vier Monate inhaftiert und nur unter Auflagen freigelassen, zudem darf sie das Land nicht verlassen. Atena Daemi setzt sich für die Abschaffung der Todesstrafe im Iran ein und ist daher zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Nonhle Mbuthuma wehrt sich in Südafrika mit friedlichen Mitteln gegen die Errichtung einer Titanmine, durch die die eingeborene Bevölkerung ihr Land verlieren würde. Auf Nonhle werden deswegen Anschläge ausgeführt und sie steht auf einer Todesliste. Die vierte Frau ist Vitalina Koval, die sich in der Ukraine für die Gleichberechtigung von Menschen aller Geschlechter einsetzt.

Nachdem die Sechstklässler durch Referate ihrer Mitschüler über die Schicksale der Aktivistinnen informiert worden waren, schrieben sie auf Englisch Solidaritätsbriefe, in denen sie die Frauen trösteten, ihre Standhaftigkeit bewunderten und ihnen Mut zusprachen. Der stellvertretende DBG-Schulleiter Thomas Becker, der dieser Aktion ebenfalls beiwohnte, lobte die Schüler für ihren Einsatz. Ethiklehrerin Emslander freute sich, einen großen Schwung Briefe an Amnesty International abschicken zu können.

Text: Uta Fink

Foto: Dirk Schüssler