Was tun, wenn „Schneewittchen“ hässlich ist? – Aufführung der Unterstufen-Theater-AG im DBG war großer Erfolg

„Das Märchen Schneewittchen hat Fehler – wir müssen es reparieren!“, rief eine der beiden Märchenforscherinnen aus, die sich zu ihrer Clubsitzung getroffen hatten. Die Forscherin hatte gerade durch einen Anruf aus dem Märchenland erfahren, dass das Märchen Schneewittchen außer Kontrolle geraten sei. In dem Theaterstück, das die Unterstufen-Theater-AG des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (DBG) jüngst vor zahlreichen Zuschauern aufführte, ging es nun darum, das Märchen Schneewittchen wieder in seine gewohnte Fassung zu bringen.

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Dazu mussten die Forscherinnen, wunderbar dargestellt durch die Achtklässlerinnen Johanna Zumbach und Kira Nowak, ins Märchenland reisen und dort viele Abenteuer bestehen.
Die Ideen zu diesem einmaligen Stück haben die 13 mitwirkenden Gymnasiastinnen, die im Laufe der Vorstellung verschiedene Rollen übernahmen, selbst entwickelt. Im Rahmen der Unterstufen-Theater-AG des DBG haben sie seit Anfang des Schuljahrs fleißig geprobt und jede Menge Kreativität an den Tag gelegt. Angeleitet wurden sie dabei von der Theaterpädagogin Nelly Sautter (Assistenz: Giulia Rechsteiner) vom Jungen Theater Heidelberg. Die Deutsch- und Musiklehrerin Birgit Hatzfeld vom DBG begleitete die Proben und kümmerte sich ums Organisatorische. Für die perfekte Beleuchtung war der Kursstufenschüler Julian Limmer zuständig.

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Auf ihrer Reise ins Märchenland stellten die Forscherinnen fest, dass Schneewittchen sogar mehrere Fehler aufwies: Das Mädchen Schneewittchen war so hässlich, dass sich der Prinz nicht in es verlieben wollte – da half es nur noch, den Zaubertrank einer Hexe zu holen, der Schneewittchen wieder Schönheit verlieh. Versehentlich biss dann die eifersüchtige Stiefmutter in die von ihr vergiftete Seite des Apfels, der eigentlich Schneewittchen umbringen sollte, und starb selbst – für dieses Problem fanden die Märchenforscherinnen ebenfalls eine Lösung. Nach vielen wunderbar gespielten Episoden gab es auch in dieser Inszenierung ein Happy End.
Die Kostüme für die phantasievolle Aufführung hat das Theater Heidelberg aus seinem umfangreichen Kostümfundus zur Verfügung gestellt, welchen die jungen Schauspielerinnen auf ihren Wunsch hin demnächst als Belohnung für ihr großes Engagement besuchen dürfen. Darauf freuen sich schon alle sehr.

Text: Uta Fink

Fotos: Dirk Schüssler