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Beste Bedingungen für Schüler und Sportler geschaffen

Einweihung der Dreifeldsporthalle und Abschluss des ÖPP-Projekts

(sg) Eine Feierstunde für zwei freudige Ereignisse: Die Einweihung der neuen Dreifeldsporthalle und der Abschluss des Schul- und Hallensanierungsprojekts durch ÖPP standen auf dem Programm. Viele Gäste waren zur Halleneinweihung gekommen, um die vom Architektenbüro Schaller/Theodor aus Köln geplante Dreifeldsporthalle in Augenschein zu nehmen. Musikalisch begleitete die Bläserklasse der Humboldt-Realschule unter der Leitung von Tim Budavari den Festvormittag im neuen Foyer der Halle. Bürgermeister Dieter Mörlein unterstrich: „Wir wollen heute nicht nur die Halle einweihen, sondern auch den Abschluss von ÖPP feiern.“ Als erste Stadt in Baden-Württemberg hat Eppelheim die Sanierung seiner Schulen und Hallen mit Hilfe einer öffentlich-privaten-Partnerschaft (ÖPP) in Angriff genommen. Fünf Schulen und eine Sporthalle wurden seit April 2008 für rund 20 Millionen Euro saniert und werden zugleich über 25 Jahre von den Partnerfirmen betrieben und Instand gehalten. Zur Enriko Projektgemeinschaft GmbH & Co. KG haben sich die LHI Leasing GmbH aus Mannheim (Finanzierung), die b.i.g.-Gruppe aus Karlsruhe (Gebäudetechnik und Dienstleistungen) und d&b Bau aus Neustadt an der Weinstraße (Planung, Bau und Sanierung) vereint. Eppelheim standen bei der ÖPP-Umsetzung zwei Berater zur Seite. Für das Controlling war seitens der Verwaltung Stanislaus Krawczyk zuständig. Die Stadt als Bauherr und Eigentümer der Gebäude zahlt über den genannten Zeitraum rund 2,6 Millionen Euro jährlich an die ÖPP-Partner. Statt der Sanierung der Rhein-Neckar-Halle wurde der Neubau einer Dreifeldsporthalle an der verlängerten Justus-von-Liebig-Straße in den Vertrag aufgenommen. Sie hat eine Nutzfläche von 2200 Quadratmetern und bietet durch ausfahrbare Tribünenplätze 400 Zuschauern Platz (wir berichteten). Drei Jahre nach Vertragsunterzeichnung sind alle Arbeiten erledigt. Mörlein lobte: „Alles wurde in kurzer Zeit geplant, finanziert und gebaut.“ Wer sich auf ÖPP einlasse, könne sich auf eine schnelle Umsetzung freuen. Einzig die lange Phase bis zur endgültigen Beschlussfassung des Gemeinderates wurde vom Bürgermeister bemängelt. Jetzt hätten 1850 Schülern wieder ein attraktives Lernumfeld und die Vereine ausreichend Hallenkapazitäten. Die notwendigen Sanierungen wurden während des Schulbetriebs durchgeführt. „Die Noten sind bei den Schülern nicht schlechter geworden“, betonte Mörlein. „Eppelheim hat gute Erfahrungen gemacht mit ÖPP und kann es nur weiterempfehlen.“ Mörleins Dank richtete sich an die ÖPP-Partner sowie an Staatssekretär Richard Drautz. Dieser hatte sich für ÖPP im Land eingesetzt und durfte die Festrede halten. Drautz freute sich, dass das Vorzeigeprojekt in Betrieb gehen konnte. „Die öffentlichen Mittel sind sehr knapp. Mit ÖPP können nachweislich Kosten eingespart werden“, so Drautz. Mit 16 Prozent wurde die Ersparnis in Eppelheim beziffert. Bei der Umsetzung des Erfolgsmodells sei Wert auf eine mittelstandsorientierte Ausschreibung gelegt worden. Drautz bezeichnete Mörlein als „Mann der ersten Stunde“, der dieses ÖPP-Modell als Vorreiter und Multiplikator aktiv unterstützt habe. An Geschäftsführer Bernd Bechtold von der b.i.g.-gruppe überreichte Drautz eine Auszeichnung und würdigte damit das ÖPP-Unternehmen als „Exzellenzpartner zur Förderung moderner Kommunen im Land“. Bechtold lobte: „Kaum drei Jahre nach Vertragsabschluss ist bereits alles fertig. Die Stadt Eppelheim hat ihren Sanierungsstau schnell beheben können.“ Alles sei im vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmen geblieben. Die Stadt könne erwarten, nach Ablauf der 25 Jahre die Schulen und Hallen in einwandfreiem Zustand zurückzubekommen. Von der LHI Leasing GmbH hob Heimo Koch die gute Zusammenarbeit mit den Vertragspartnern hervor, dankte allen für den „Pioniergeist“ und unterstrich die Leistungsfähigkeit von ÖPP. Von d&b Bau sprach Benno Rösch. Da Schulen und Vereine während der Sanierungsphase Einschränkungen hinnehmen mussten, hatte er für sie als Ausgleich einen 15.000 Euro Scheck mitgebracht.