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Ausstellung mit Werken von Doris Sommer eröffnet

Bürgermeisterin Patricia Rebmann freut sich, dass Doris Sommerihre Bilder im Rathaus ausstellt. Foto: Stadt Eppelheim

„Galerie im Rathaus“ heißt seit einigen Jahren eine Veranstaltungsreihe in Eppelheim. Das Verwaltungsgebäude hat in dieser Zeit schon vielen Künstlerinnen und Künstlern ein angemessenes Forum für die Ausstellung ihrer Werke geboten. Nach einer über
zweijährigen Pause ist Doris Sommer nun wieder die erste Malerin, die ihre Werke unter dem Titel „Gesichtspunkte“ zeigt. Darüber freute sich Bürgermeisterin Patricia Rebmann am Freitag bei der Vernissage. „Ich begrüße Sie alle an diesem sonnigen Abend.
Schön, dass Sie sich die Zeit genommen haben und hierher gekommen sind. Das zeigt die große Wertschätzung, die Sie der Künstlerin entgegenbringen“, meinte sie in ihrer Einführung. „Wie sehr die Kunst und die Kultur unser Leben bereichern, haben wir in den vergangenen zwei Jahren gemerkt, als wir auf den Großteil davon verzichten mussten. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass ich endlich wieder eine Ausstellung eröffnen darf. Herzlich willkommen, Doris Sommer, Sie bringen mit ihren wunderbaren Bildern wieder Farbe und Leben an die Wände unseres Verwaltungsgebäudes“, sagte die Bürgermeisterin.

Die Heidelberger Malerin Doris Sommer porträtiert gerne Menschen. Häufig sind es Frauen, oft mit dunklen Haaren, immer mit ausdrucksstarkem, lebendigem Blick, die sich in ihren Werken wiederfinden. Sie haben alle den gleichen Gesichtsausdruck. Sie
sehen sich ähnlich. Und das ist durchaus gewollt. Die abgebildeten Menschen repräsentieren aber auch einen Querschnitt unserer Gesellschaft. Noch etwas fällt beim Betrachten der Bilder von Doris Sommer auf: die langen Hälse der Personen, charakteristisch für ihre Werke. Die Ähnlichkeit zu Amedeo Modigliani ist dabei kein Zufall. Er ist vielmehr ihr künstlerischer Leitfaden, wie sie selbst sagt. Sie orientiert sich in äußerst gelungener Weise am Stil des italienischen Malers. Das ist besonders bemerkenswert, weil Doris Sommer Autodidaktin ist. Sie hat nie einen Malkurs besucht, bringt aber dafür umso mehr Talent mit. Das hat sich schon in ihrer Jugend gezeigt. Früh entdeckte die Heidelberger Künstlerin ihre Leidenschaft für Portraits. Im Teenageralter zeichnete sie ihre Pop-Idole mit Kohle und Bleistift – zunächst nur für sich selbst, irgendwann auch für ihren Freundeskreis. In ihrem Beruf dienten der Schauwerbegestalterin die Werke als Blickfänge für die unterschiedlichsten Dekorationsthemen. Relativ spät, vor ungefähr sieben Jahren, hat sie ihr Schaffen dann einer breiten Öffentlichkeit bei Ausstellungen gezeigt.

Die Bläserklasse der Musikschule Schwetzingen mit Jugendlichen aus Eppelheim spielte bei der Vernissage. Foto: Stadt Eppelheim