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„Unser Held, der Baum“ - Bürgermeisterin Patricia Rebmann übernimmt Baumpatenschaft in Eppelheim

Gesunde und langlebige Bäume mithilfe von Baumpaten. Stadtbäume sind für das Klima essenziell, denn sie nehmen in den Innenstädten das Treibhausgas CO2 auf und setzen Sauerstoff frei. Sie sind die „grüne Klimaanlage“, Schattenspender, Luftfilter, Lärmbremse und Lebensraum für Tiere und Pflanzen zugleich. Gleichwohl stehen Stadtbäume unter Folter und Stress. Sie leiden unter asphaltierten Straßen, Gehwegpflasterungen, parkenden Autos, weggeworfenem Unrat und Wassermangel im Sommer. Und es gilt: Nur gesunde Bäume können die Lebensqualität einer Stadt erhalten und nur gesunde und langlebige Bäume sind Dienstleister für ein ausgeglichenes Stadtklima.

Schon in früheren Jahren gab es in Eppelheim Baumpatenschaften, bei denen Bürger und Bürgerinnen aus Eppelheim ehrenamtlich Bäume oder Beete betreuten. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung der Bäume als grüne Lunge soll das ehrenamtliche Engagement in Baumpatenschaften in Eppelheim nun ausgebaut werden. Unter dem Motto: „Unser Held, der Baum“ übernimmt Bürgermeisterin Patricia Rebmann die erste Baumpatenschaft in Eppelheim in der neuen Version. „In meiner Position als Bürgermeisterin möchte ich als Vorbild in Engagement und Leistung vorangehen“, sagt sie. Die Baumscheibe, d. h. der Boden um das untere Ende eines Baumstamms, bei einem in ein Beet eingefassten Ginkgobaum an der Ecke Wieblinger Straße/ Hildastraße hat sie inzwischen kultiviert und Saatgut und Pflanzen, beides von der Gärtnerei Pfisterer zu Verfügung gestellt, ausgebracht bzw. gepflanzt. Fortan übernimmt sie die Pflege des Beetes und des Baums und dessen Wässerung.

Für den zu erwartenden heißen Sommer hofft sie auf Unterstützung aus der Bevölkerung in Form von möglichst vielen zusätzlichen Baumpatenschaften. In Eppelheim stehen ca. 250 Bäume in Baumscheiben, für die Patenschaften übernommen werden können. „Es lässt sich nicht leugnen, der Bauhof kann es einfach nicht mehr schaffen, in einer Hitzeperiode so viel zu gießen, dass die Bäume überleben. Wir haben in Eppelheim so viel Grün, dass das vorhandene Personal die Pflege und Versorgung nicht mehr bewerkstelligen kann“, beschreibt sie die aktuelle Lage und hofft auf die Unterstützung aus der Bevölkerung. Durch Baumpatenschaften verspricht sie sich, dass die Paten sofort erkennen, wenn ein betreuter Baum Wasser benötigt und dass der Boden durch gärtnerische Aktivitäten sauber, gepflegt und sicher ist. „Wer vor seiner Haustür oder um die Ecke Baumscheiben vorfindet und eine Patenschaft übernehmen will, setzt sich für die Umwelt vor Ort ein“, so die Bürgermeisterin.

Eine Baumpatenschaft ist eine verantwortungsvolle Vereinbarung zwischen der Patin bzw. dem Paten und der Stadtverwaltung. Die Patenschaft ist unbefristet und kann jederzeit auf Wunsch des Paten/ der Patin beendet oder in gegenseitigem Einvernehmen aufgehoben werden. Bei der Gestaltung der Baumscheibe leistet der Bauhof Hilfestellung und mit einem Berechtigungsschein der Verwaltung können sich die Paten bei der Gärtnerei Pfisterer die Pflanzen für die Erstbepflanzung besorgen. Wer möchte, kann ein Schild anfordern, das auf die Baumpatenschaft hinweist.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die eine Patenschaft eingehen möchten, können sich bei der Stadtverwaltung melden und den Baumstandort benennen.

Vor Abschluss der Baumpatenschaft wird der vorgeschlagene Standort geprüft. Erst danach kann eine Zusage gemacht werden.

Weiter Auskünfte zum Verfahren gibt Ihnen auch der Umwelt- und Naturschutzbeauftragte der Stadt Eppelheim, Benedikt Seelbach (Tel. 06221 794-603 oder per Mail: b.seelbach@eppelheim.de).     

(Bild & Text: Gisbert Kühner)