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Zu Gast in Monebelluna bei der 32. Ausgabe des Palio

Bürgermeisterin Patricia Rebmann überreichte ihrem Amtskollegen Adalberto Bordin aus Montebelluna im Beisein von Mitgliedern des italienischen Partnerschaftskomitees einen Präsentkorb. Foto: Stadt Eppelheim

Am vergangenen Wochenende reiste eine kleine Delegation aus Eppelheim mit Bürgermeisterin Patricia Rebmann zum Palio in die italienische Partnerstadt Montebelluna. Die Wiedersehensfreude nach zwei Jahren coronabedingter Pause war groß. Beim Empfang der Delegationen aus Dammarie-lès-Lys, Oberkochen und Eppelheim betonte der neu gewählte Bürgermeister von Montellebuna, Adalberto Bordin, dass es die zwischenmenschlichen Begegnungen seien, die eine Partnerschaft mit Leben füllen.

Er untermauerte dies mit einem Beispiel aus dem 2. Weltkrieg, als an Weihnachten die Soldaten aus Frankreich, Italien und Deutschland die Waffen niederlegten, um gemeinsam Weihnachten zu feiern und betonte er somit die große Bedeutung des Austausches menschlicher Emotionen, ganz besonders in schwierigen Zeiten wie diesen. Er bedankte sich für das Kommen der Delegationen. Bürgermeisterin Patricia Rebmann überreichte dem Gastgeber einen reich bestückten Präsentkorb mit regionalen Spezialitäten zum Dank für die Einladung. Anschließend feierte man bei einem gemeinsamen Mittagessen, dass man sich endlich wieder treffen durfte.

Am Samstagnachmittag verfolgten die Delegationen die 32. Ausgabe des Palio del Vecchio Mercato di Montebelluna. Bei den Frauen überquerte das Team „Bustas“ die Ziellinie als schnellste von insgesamt 8 Mannschaften in einer Zeit von 5:40:63 Minuten. Das Rennen der Männer fand am Sonntag statt. Das Team „Centro la Pieve“ gewann zum 5. Mal in Folge in einer Zeit von 9:50:64 Minuten. Beim Männerrennen traten insgesamt 11 Mannschaften an. 

Die Idee des Palio folgt einer jahrhundertealten Tradition: Der Wochenmarkt wurde früher auf dem Berg in Montebelluna abgehalten. Die umliegenden Bauern mussten die mit ihren Erzeugnissen schwer beladenen Leiterwagen ohne Hilfsmittel – nur mit ihrer Muskelkraft – auf den Berg hochschieben. Wer den besten Platz haben wollte, um seine Waren am wirkungsvollsten feilzubieten, musste also frühzeitig dort sein. Damit war die Idee des Leiterwagen-Rennens geboren.