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Eine große Literaturfeier

Die Eppelheimer Buchwoche XL dauert mehr als vier Wochen

Elisabeth Klett (v. l.), Michael Seip und Christine Beil stellten das Programm der Eppelheimer Buchwoche XL vor. Foto: Stadt Eppelheim

„Anders lesen – mit anderen Augen sehen“ lautet das Motto der Eppelheimer Buchwoche, die am Dienstag (21. Juni 2022) begonnen hat. Sie findet in diesem Jahr zum zwölften Mal statt, feiert aber dennoch eine Premiere: Sie präsentiert sich nämlich zum ersten Mal im XL-Format. Das bedeutet: Mehr als vier Wochen lang, bis zum 22. Juli 2022, gibt es in der Stadtbibliothek interessante Veranstaltungen, die die Vielfalt und Diversität der Menschen aufzeigen, das Verständnis füreinander und die Nähe zwischen den Menschen fördern sollen. Die engagierte Leiterin Elisabeth Klett und ihr tatkräftiges Team haben nach zweijähriger Pause ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das durch die Wanderausstellung „Autoren aus Baden-Württemberg und ihre Bücher“ (zu sehen bis zum 9. Juli) komplettiert wird und nur wenige Wünsche offenlässt. Die Stadt Eppelheim ist wieder als Kooperationspartner mit im Boot.

Für das XL-Format gibt es drei gute Gründe: „Wir können es wieder“, benennt Elisabeth Klett erleichtert den ersten. Denn für eine Einrichtung wie die Stadtbibliothek – und natürlich auch für die Mitarbeiterinnen – stellten der Corona-Lockdown und später die damit verbundenen Regelungen große Herausforderungen dar. Die sie aber mit Kreativität und Einsatz prima gemeistert haben. Der zweite Anlass: Leider war eine Folge der Pandemie, dass das 40-jährige Bestehen der Stadtbibliothek vor zwei Jahren nicht gefeiert werden konnte. Eine kleine Entschädigung soll jetzt die XL-Buchwoche sein.
Womit wir auch schon bei Argument Nummer 3 sind: Christine Beil begeht mit ihrem Eppelheimer Buchladen in diesem Jahr ebenfalls einen nennenswerten Geburtstag: den 35. Klar, dass die langjährige Kooperationspartnerin von Veranstaltungen der Stadtbibliothek auch bei der Buchwoche XL mit dabei ist. „All das sind Gründe genug für eine große Literaturfeier“, freut sich Elisabeth Klett, die die Inhalte der Veranstaltungen sowie die Themen für alle Generationen und alle Teile der Gesellschaft näher beleuchtet: Es geht unter anderem darum, was es bedeutet, in der heutigen Zeit ein Jugendlicher beziehungsweise eine Jugendliche zu sein. Wie es ist, „anders“ zu sein. Wie ein gutes Miteinander
gelingt. Wie es ist, ein Kind zu haben, das „anders“ ist als die meisten anderen.
Christine Beil ergänzt: „Wir wollten eine Veranstaltungsreihe anbieten, die die Menschen zusammenbringt. Einerseits besteht viel Gesprächsbedarf, andererseits müssen wir nach zwei Jahren Pandemie einander auch wieder zuhören. Bei den Menschen ist gerade ganz viel in Bewegung. Die Stadtbibliothek ist der optimale Ort dafür.“

Bürgermeisterin Patricia Rebmann eröffnete die Buchwoche. Anschließend gab es eine Lesung mit dem Autor Steve Ayan. Foto: E. Klett

Den Auftakt am Dienstag nach der offiziellen Eröffnung gestaltete Steve Ayan, Psychologe und Redakteur beim Fachmagazin „Gehirn & Geist“, mit einer Lesung aus seinem Buch „Was man noch sagen darf – Die neue Lust am Tabu“. Anschließend gab es die Möglichkeit zum Austausch mit den Gästen.

Weitere Informationen zum Programm der Buchwoche finden Sie in den Eppelheimer Nachrichten (7,449 MB) ab Seite 6 oder auf der Seite der Stadtbibliothek