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Bilderzyklus „Vom Feldkreuz zur Wildhalle“

Ein „malerischer“ Spaziergang durch Eppelheim von Brigitte Leskau

Bürgermeisterin Patricia Rebmann (r.) freut sich über das Geschenk von Brigitte Leskau. Der Bilderzyklus ist im 2. Obergeschoss des Rathauses zu sehen. Foto: Stadt Eppelheim

Die Künstlerin Brigitte Leskau hat einen Bilderzyklus aus fünf Eppelheimer Ansichten anlässlich des 1250-jährigen Bestehens der Stadt angefertigt. Sie nennt ihn „Vom Feldkreuz zur Wildhalle“. Die Werke haben in ihre Kunstkalender-Edition Eingang gefunden. Die Originale, alle im Format 40 x 30 Zentimeter, schenkt sie nun der Stadt. Lange hatte sie auf den richtigen Zeitpunkt der Übergabe gewartet, jetzt sind sie im zweiten Obergeschoss des Rathauses zu sehen, „damit die Öffentlichkeit Zugang dazu bekommt“, erläutert die Künstlerin den Grund bei dem Vor-Ort-Termin mit Bürgermeisterin Patricia Rebmann und Kulturteamleiter
Christoph Horsch. „Und die Stadt hat bisher ja auch immer großes Interesse an meinen Bildern gezeigt.“

Brigitte Leskau sieht den Bilderzyklus „Vom Feldkreuz zur Wildhalle“ als Fortführung der „Gegenden“-Reihe, den Eppelheim-Bildern vor Ort. Diesmal hat sie aber nicht mit Aquarell-, sondern mit Ölfarben gemalt. „Ich konnte mich sowohl wegen der Witterung als auch wegen einiger Standorte mit viel Straßenverkehr nicht lange im Freien aufhalten.“ Deshalb habe sie Fotos von den Motiven gemacht, wobei nicht eines „abgemalt“ wurde, sondern immer mehrere frei zusammen „gesehen“ werden, erklärte die Künstlerin.
Sie hat fünf Motive ausgesucht: den Wasserturm aus verschiedenen Perspektiven sowie weitere Wahrzeichen Eppelheims wie das Feldkreuz – diese Idee kam von einem Bürger, der nach einem Lieblingsmotiv gefragt wurde – oder die Rudolf-Wild-Halle. „Ich wollte auch Straßen malen, die nicht im Zentrum stehen.“ Das Landschaftskonzept von Brigitte Leskau ist ein „realistisches, heutiges“, erinnert sie dabei an ihre Bilder von der Ebene mit Überland-Hochspannungsleitungen oder an Baukräne und Bagger im Neckartal und auf dem Königstuhl. So sind auch diesmal „Landschaftsaccessoires aus der Jetzt-Zeit“, wie sie es nennt, nicht ausgespart, beispielsweise Autos, Straßenlaternen, Verkehrszeichen oder Papierkörbe.

Bei jedem Motiv rückt sie etwas Charakteristisches in den Blick: Die Rudolf-Wild-Halle präsentiert sich unspektakulär und nüchtern, der Adenauerring mit Wasserturm lädt ein zu einem ruhigen Spaziergang. Die Hauptstraße, ebenfalls mit Wasserturm, ist in einer grauen Grundtönung gehalten – ein Verkehrsweg mit Straßenbahnschienen, selten künstlerisch betrachtet. In der Heinrich-Schwegler-Straße sticht feuriges Herbstlaub ins Auge und am Feldkreuz hat Brigitte Leskau die Frühlingsstimmung eingefangen.
Über das Geschenk dieses „malerischen“ Spaziergangs durch Eppelheim zu verschiedenen Jahreszeiten, durch Raum und Zeit, freute sich Patricia Rebmann sehr. Sie verriet der Künstlerin: „Ihr Blick auf die Situation, Ihr Auge für Details gefällt mir sehr gut. Ich kann die Emotionen, die Sie mit ihren Bildern transportieren, sehr gut nachvollziehen.“