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Eppelheim blüht – im Sommer und im Winter

In zwei Teams haben die Schülerinnen und Schüler mit Askin Yilmaz das Stromhäuschen verschönert. Fotos: Stadt Eppelheim

Der Graffiti-Künstler Askin Yilmaz konnte bei seinem neuesten Projekt auf tatkräftige und kompetente Unterstützung zählen. Nun hat das Stromhäuschen am Durchgang zwischen dem Schulhof der Theodor-Heuss-Schule und Rudolf-Wild-Halle sein tristes graues Aussehen verloren.

Zwei Vormittage lang waren Schülerinnen und Schüler des Kunst-Leistungskurses von Svetlana Magenheim-Gegg am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in zwei Teams damit beschäftigt, den Kasten in fröhlichen Farben zu besprühen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: pinkfarbene, blaue und gelbe Blumen blühen jetzt das ganze Jahr, die Idylle komplettieren ein Marienkäfer und ein Schmetterling. Nach dem Motiv musste nicht lange gesucht werden, es hat sich aus dem Standort direkt neben dem interkulturellen Gemeinschaftsgarten ergeben.

Die Idee stammt von Bürgermeisterin Patricia Rebmann. Die Integrationsbeauftragte Nadine Bikowski, die auch den interkulturellen Gemeinschaftsgarten betreut, hat Askin Yilmaz angesprochen, ob er den Stromkasten mit einem Graffiti verschönern kann. „Da ich aber derzeit so viele Aufträge habe, konnte ich das nicht allein stemmen“, erzählt der Graffiti-Künstler. Doch er habe schon vor der Corona-Zeit die Idee gehabt, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern ein Projekt zu verwirklichen. „Und jetzt hat es perfekt gepasst.“

Nadine Bikowski organisierte den ganzen Ablauf, die Farbdosen hat Askin Yilmaz mitgesponsert. „Es lief alles sehr gut. Eigentlich waren zwei Wände geplant, aber wir sind gut vorangekommen. Jetzt haben wir sogar noch die dritte in Angriff nehmen können. Ich bin beeindruckt von dem Ergebnis“, freut sich der Experte über das Engagement und das Talent seiner Künstlerkollegen und -kolleginnen Milad, Lina, Servet, Hannah, Julia, Laura, Tyler und Kristin. Auch sie waren begeistert von dem Projekt: „Das macht Spaß, es ist mal was anderes.“ Und aller Voraussicht nach auch von langer Dauer. Denn wenn ein Graffiti-Künstler wie Askin Yilmaz seine Signatur auf sein Werk gesprüht hat, ist es für andere Sprayer in der Regel tabu.

An beiden Tagen mit dabei war auch Paul. Er gehört zwar nicht zur Kunst-AG, aber der Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums begleitet das Projekt mit seiner Kamera. Und das Video über die Entstehung des Graffitis ist dann in absehbarer Zeit zu sehen.