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Premiere für den Fairen Markt in Eppelheim

Eppelheim handelt – fair und nachhaltig

Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke der Deutschen. Leider werden die Kaffeebauern oft ausgebeutet. Aber es geht mit dem fairen Handel auch anders. Symbolbild: Pixabay

Mit einem Fairen Markt auf dem Rathausvorplatz beteiligt sich die Stadt Eppelheim zum ersten Mal an der bundesweiten Fairen Woche. Mit dabei sind der Eine-Welt-Kreis Eppelheim, die Nadelzauberei von Gabi Hildebrandt aus Eppelheim, der effata Weltladen aus Heidelberg, das Heidelberger Partnerschaftskaffee, der MITOHNE Unverpackt Laden aus Heidelberg und der Weltladen Mannheim.
Das Motto in diesem Jahr lautet „Zukunft fair gestalten – #fairhandeln für Menschenrechte weltweit“. Die Stadt Eppelheim möchte am Samstag, 11. September, von 10 bis 16 Uhr auf dem Rathausvorplatz gemeinsam mit den oben genannten Anbietern einen Beitrag dazu leisten, die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren. Es soll aber vor allem gezeigt werden, dass es Alternativen zu den vielen gängigen Angeboten im Handel gibt, deren Nachhaltigkeit oft nicht hinterfragt wird. Hauptveranstalter der Fairen Woche, die zum 20. Mal stattfindet, ist das Forum Fairer Handel in Kooperation mit dem Weltladen-Dachverband und TransFair.

Die Faire Woche beschäftigt sich in diesem Jahr mit der Frage, welchen Beitrag der faire Handel zu menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und zu nachhaltigem Wirtschaften leistet – zwei Faktoren, die maßgeblich auch von klimapolitischer Bedeutung sind. Menschenwürdige Arbeit ist ein Menschenrecht, das sich aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN-Charta ableitet.
Immer wieder zeigen Dokumentationen und Reportagen, dass es weltweit um die Arbeitsbedingungen nicht gut bestellt ist. Millionen Menschen müssen unter unwürdigen und gefährlichen Voraussetzungen schuften und verdienen dennoch nicht genug, um ihr tägliches Überleben zu sichern.

Kinder werden ausgebeutet, ohne die Chance auf Bildung und eine bessere Zukunft zu haben. Insbesondere Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern sind davon betroffen, weil sie oft zu den schwächsten Gliedern der Produktionsketten gehören und gleichzeitig kaum mit staatlicher Unterstützung rechnen können. Doch auch in Deutschland hat die Corona-Pandemie unhaltbare Arbeitsbedingungen in zahlreichen Branchen offengelegt.
Mit dem Thema „Zukunft fair gestalten – #fairhandeln für Menschenrechte weltweit“ wollen die Organisatoren und die Unterstützer vor Ort wie in Eppelheim zeigen, wie eine menschenwürdige und zukunftsfähige Wirtschaft gestaltet werden kann. Denn nur, wenn sich Menschen ihrer Rolle in der globalisierten Welt bewusst sind, kann es gelingen, individuelle oder gar gesellschaftliche Lösungsansätze für einen sozial-ökologischen Wandel des bestehenden Systems auszuarbeiten.

Die Faire Woche 2021 findet vom 10. bis 24. September in ganz Deutschland statt.