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Landesehrennadel für Thomas Hübler

Verdiente Würdigung der Persönlichkeit und des Ehrenamts

Bürgermeisterin Patricia Rebmann überreichte Thomas Hübler die Landesehrennadel und die dazugehörige Urkunde. Die Gäste in der Rudolf-Wild-Halle erhoben sich von ihren Plätzen und spendeten Applaus. Foto: Stadt Eppelheim

Aller guten Dinge sind drei, heißt es in einem Sprichwort. Und so verhält es sich auch bei Thomas Hübler in Bezug auf Ehrungen. Die Vorstandschaft schlug ihn aufgrund seiner langen Mitgliedschaft im Verein Sängerbund Germania für eine Ehrung vor. Als er davon in Kenntnis gesetzt wurde, lehnte er dies ab. Das war im Jahr 2016. Die Vorstandschaft schlug Thomas Hübler auch für eine Ehrung beim Badischen Sängerbund für 20 Jahre Mitgliedschaft vor. Als er das erfuhr, strich er sich ebenfalls von der Liste. „Zweimal also hat er schon kneifen können – doch dieses Mal gibt es kein Entkommen. Nun bekommt Thomas Hübler endlich, was er verdient: die Landesehrennadel“, sagte Bürgermeisterin
Patricia Rebmann in ihrer Rede beim Festabend am vergangenen Freitag in der Rudolf-Wild-Halle vor rund 90 geladenen Gästen.

Der Grund für den Antrag auf die Würdigung mit der Landesehrennadel ist Thomas Hüblers großes Engagement für das Ehrenamt über einen langen Zeitraum hinweg: beim Freundeskreis Humboldt-Realschule, beim Sängerbund Germania Eppelheim – und natürlich als Sprecher der Eppelheimer Ortsvereine und Organisationen.
Die Voraussetzungen sind mehr als erfüllt, denn im Antrag heißt es: Die Ehrennadel verleiht der Ministerpräsident Bürgerinnen und Bürgern des Landes, die sich durch mindestens 15-jährige ehrenamtliche Tätigkeit in verantwortlicher Funktion in Vereinen und Organisationen mit kulturellen, sportlichen oder sozialen Zielen oder in vergleichbarer Weise um die Gemeinschaft besonders verdient gemacht haben.
„Für alle Gäste hier in der Rudolf-Wild-Halle und in der Eppelheimer Bevölkerung eigentlich eine klare Sache, dass Thomas Hübler mit dieser Auszeichnung belohnt wird. Nur für ihn selbst wahrscheinlich nicht. Für ihn ist sein Engagement für die Stadt Eppelheim eine Selbstverständlichkeit“, lobte die Bürgermeisterin. „Thomas Hübler zeichnet sich durch seine Hilfsbereitschaft und sein Engagement für die Allgemeinheit aus. In sein Ehrenamt steckt er viel private Freizeit, denn er will allen gerecht werden. Dabei hilft ihm, dass er sehr gut vernetzt ist innerhalb der Stadt.“ Zu seinen vielfältigen ehrenamtlichen Aufgaben gehörte der Freundeskreis Humboldt-Realschule und das Amt des Schatzmeisters beim Sängerbund Germania, bei dem er jetzt Vorsitzender ist. Außerdem ist er Sprecher der Eppelheimer Ortsvereine und Organisationen.

Bei Projekten der Vereine oder der Stadtverwaltung bietet er stets seine Hilfe an, oft ist er selbst Impulsgeber. Er hat für alle Ideen ein offenes Ohr und steht ihnen aufgeschlossen gegenüber. Denn Thomas Hübler geht es immer nur um eines: um die Sache. „Ich denke, er schöpft seine Energie daraus, dass er alles, was er für Vereine und Organisationen leistet, mit Freude ausübt. Er möchte dafür keine Gegenleistung oder – noch schlimmer – im Mittelpunkt stehen. Und schon gar keine Ehrung. Er tritt lieber zurück in die zweite Reihe“, meinte die Bürgermeisterin, ehe sie Thomas Hübler auf die Bühne holte. Zuvor hatte sie seiner Frau Petra, die wegen seiner vielfältigen Verpflichtungen oft auf ihren Mann verzichten muss, einen Blumenstrauß überreicht.

Klaus Preuß, als (Ehren)-Vorsitzender des Sängerbundes Germania und langjähriger Vereinssprecher Vorgänger von Thomas Hübler in zwei Ämtern, würdigte die Verdienste des Geehrten, nachdem er in die Historie eingetaucht war: Er habe maßgeblich dazu beigetragen, dass aus einer Vielzahl von Vereinen eine Organisation wurde, die selbstbewusst auftritt und damit auch Gutes bewirken könne. Dass sich die Vereine gegenseitig unterstützen und von den Stadträten beachtet würden, sei ebenfalls ein großes Verdienst Hüblers. „Wer mich besser kennt, weiß, dass ich eigentlich ungern im Mittelpunkt stehe, schon gar nicht bei einer Veranstaltung, die sich nur um meine Person dreht“, bestätigte Thomas Hübler die „Befürchtungen“, die Auszeichnung könne ihm unangenehm sein. „Persönlich wäre es mir lieber gewesen, diese Ehrung im stillen Kämmerchen durchzuführen, jedoch geht es bei dieser Ehrung auch um die Anerkennung des Ehrenamts als solches und fürs Ehrenamt kann es nicht genug Werbung geben. Also lasst uns
heute Abend das Ehrenamt, nicht die Person feiern“, rückte er die Bedeutung der Würdigung zurecht.

Die Arbeit in einem Verein sei immer eine Teamarbeit. Es bekomme zwar immer nur eine Person eine Ehrung, aber ohne ein funktionierendes Team könne kein Verein, keine Organisation weit kommen. „Ich habe zwar heute Abend diese Ehrung erhalten, aber nur durch die Unterstützung von vielen der heute Anwesenden. Fühlt euch daher alle geehrt“, ließ er seine Mitstreiter an der Auszeichnung teilhaben und sendete eine Botschaft: „Jeder Einzelne, der sich ehrenamtlich engagiert, ist wichtig für eine funktionierende Gesellschaft.“
Er bedankte sich besonders bei seiner Frau Petra und darüber hinaus bei allen Menschen, mit denen er im Rahmen seiner vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten zusammengearbeitet hat. Er wolle auch die Personen nicht vergessen, „die an diesem Abend nicht mehr unter uns sind. Hier besonders mein im letzten Jahr verstorbener
Vater, der mir häufig mit Rat zur Seite stand.“

Der Dank ging außerdem an die Organisatoren und Beteiligten des Abends, allen voran an die vier Chöre „Young Vocals“, den Männerchor, „Con Brio“ und „Joyful Voices“ des Sängerbunds Germania für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung.