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"Wir sind froh um jeden, der geimpft wird“

Rudolf-Wild-Halle wurde zum Impfzentrum / Zwei mobile Impfteams nahmen 280 Impfungen vor / Nur Altersgruppe ab 70 Jahren impfberechtigt

Impfung in den Oberarm (Foto: Geschwill Presseservice)

Gleich zwei mobile Impfteams des Landratsamtes waren am Wochenende für die impfberechtige Altersgruppe ab 70 Jahren in der Rudolf-Wild-Halle im Impfeinsatz. Insgesamt 280 Bürgerinnen und Bürger haben an den beiden Tagen mit der Erstimpfung gegen Covid-19 den ersehnten Pieks in den Oberarm bekommen. „Wir sind froh um jeden, der geimpft wird“, betonte einer der beiden Impfteam-Ärzte.

Als die Stadtverwaltung die Zusage bekam, dass zwei Impfteams nach Eppelheim kommen, waren die Impftermine für die zugeteilten 280 Impfdosen heiß begehrt und schnell vergeben. „Wir kamen aus dem Telefonieren nicht mehr heraus. Alle Termine waren innerhalb von fünf Stunden vergeben“, teilte Stadtsprecher Christoph Horsch mit, der zusammen mit Melanie Seppich für die Terminvergabe zuständig war. Sehr wichtig sei den Anrufern gewesen, welcher Impfstoff in Eppelheim zum Einsatz kommt.

„Die Leute haben gezielt danach gefragt“, wusste Horsch. Die 73-jährige Evelin Ruck und die 76-jährige Christa Rühle gehörten neben vielen weiteren Senioren zu den Glücklichen, die sich einen der begehrten Vor-Ort-Termine sichern und mit dem Impfstoff des Herstellers Moderna geimpft werden konnten. „Ich bin froh um diesen Termin“, bestätigte Evelin Ruck und lobte den reibungslosen Ablauf. „Ich bin gleich drangekommen und wurde vom Arzt gut aufgeklärt. Mir war der Impfstoff egal. Ich hatte keine Bedenken wegen der Impfung“, meinte sie. Christa Rühle hingegen war schon sehr erleichtert, dass Moderna und nicht Astra Zeneca verimpft wurde und dies auch noch in der für sie gut zu Fuß erreichbaren Rudolf-Wild-Halle angeboten wurde. „Mit Astra Zeneca hätte ich mich nicht impfen lassen. Da hat man schon zu viel Negatives darüber gelesen. Das wäre mir zu heikel gewesen“, gab sie zu verstehen.

Check-In Bereich in der Rudolf-Wild-Halle (Foto: Geschwill Presseservice)

Bürgermeisterin Patricia Rebmann war froh, dass in der Wild-Halle die Einrichtung eines temporären Impfzentrums möglich gemacht werden konnte, um vor allem mobilitätseingeschränkten Personen des impfberechtigten Personenkreises schnell Zugang zu einer Impfung verschaffen zu können. Um den Personenstrom zu steuern und zur Kontaktvermeidung waren vom Check-in bis zum Check-out alle Stationen im Einbahnsystem angelegt. Alle 280 Geimpften, die am 10. und 11. April ihre Erstimpfung bekommen haben, erhalten automatisch am 15. und 16. Mai ihre Zweitimpfung.

Leider sei nach aktuellem Stand seitens des Landratsamtes kein weiterer Einsatz von mobilen Impfteams in Eppelheim vorgesehen, um noch mehr Impfberechtigten kurze Wege zur Impfung anbieten zu können, bedauerte Rebmann nach Rücksprache mit der zuständigen Behörde. „Dafür haben jetzt schon die ersten Hausarztpraxen in Eppelheim angefangen, ihre Patienten zu impfen“, teilte Christoph Horsch mit.

Die beiden mobilen Impfteams wurden am ersten Impftag samt Material und Impfstoff von Kai Brümmer von der DLRG Leimen und Christoph Hagedorn von der DLRG Heidelberg am Impfzentrum im Patrick-Henry-Village abgeholt und in die Wild-Halle gefahren.„Wir helfen dann auch vor Ort nach Bedarf mit“, informier te Brümmer. Zusammen mit seinem Kollegen übernahm er die Überwachung der Geimpften. Nach der Impfung musste nämlich jeder für mindestens 15 Minuten im Wartebereich Platz nehmen. Falls nach der Impfung eine Unverträglichkeit oder allergische Reaktion auftreten würde, wären sofort Ärzte zur Stelle.

Auch Mitglieder der örtlichen Rotkreuz-Bereitschaft und Mitarbeiter der Stadtverwaltung unterstützten die Impfaktion. Sie waren am Eingang zur Überprüfung der Impfberechtigten, bei der Aufnahme und im Wartebereich im Einsatz. Sie beantworteten Fragen und begleiteten die zu Impfenden zur nächsten Station.

Nadine Becker, Personalleiterin der Stadtverwaltung, lobte die gute Organisation und den gesamten Ablauf, den federführend Christoph Horsch mit seinem Team gestemmt hatte. Erfreulich für die Organisatoren: Alle 280 Personen, die einen Impftermin gebucht hatten, sind auch gekommen und waren meist sogar überpünktlich vor Ort, teilte Horsch am Ende des zweiten Impftages mit.


(Text: Sabine Geschwill - Geschwill Presseservice)