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Sorgen Sie für Sicherheit

Rückschnitt von Pflanzen zur Wahrung des Lichtraumprofils

Grafik: Stadt Konstanz

So schön im Frühjahr und Sommer wachsende Hecken und grüne Bäume auch sind, können sie unter Umständen zu einer Verkehrsbehinderung führen. Egal ob auf Gehweg, Radweg oder der Straße, alle Verkehrsteilnehmer brauchen eine freie Sicht, um ungehindert am Verkehr teilnehmen zu können.
Die Stadt Eppelheim kümmert sich um die Kontrolle der Verkehrssicherheit, die Instandhaltung der Straßen und Geh- und Fahrradwege, aber auch um die Einhaltung der Lichtraumprofile mithilfe von Kontrollen durch das Ordnungsamt und der Verkehrsbehörde.

Ein Lichtraumprofil ist der Raum, der von Bepflanzung und Bebauung freigehalten werden muss, um ungehinderten Verkehr zu ermöglichen, beispielsweise um Beleuchtung und Verkehrsschilder freizuhalten, damit diese rechtzeitig von allen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden. Dieser betrifft Fußgängerwege, Radwege und Straßen. Je nach Art des Verkehrs ist das Lichtraumprofil unterschiedlich hoch und breit.
Für Rad- und Fußgängerwege gilt es in Deutschland mindestens einen Raum von 2,50m Höhe von Pflanzen freizuhalten, die auf die Wege hineinragen könnten, für den Autoverkehr auf Straßen
gilt eine Höhe von 4,50m. Auch sollte innerorts eine seitliche Begrenzung zum Fahrbahnrand von mindestens 0,75 Metern eingehalten werden. Zur Wahrung der Verkehrssicherheit muss sich also nicht nur die Stadt kontinuierlich um ihre Bepflanzung kümmern, auch alle Grundstückseigentümer müssen ihre Pflanzen so zurückschneiden, dass diese keine Beeinträchtigung für Verkehrsteilnehmer mehr darstellen. Zur Vermeidung von Unfällen müssen auch abgestorbene Äste von Bäumen entfernt werden. An Straßeneinmündungen und -kreuzungen müssen Hecken, Sträucher und Anpflanzungen stets so nieder gehalten werden (höchstens 80 cm), dass eine ausreichende Übersicht für Kraftfahrer gewährleistet ist.
Rechtsgrundlage dieser Regelungen sind die Paragrafen § 910 BGB und § 28 Straßengesetz Baden-Württemberg.

Laut Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, zwischen dem 1. März und dem 30. September größere Schnittmaßnahmen an Hecken vorzunehmen. Form- und Pflegeschnitte des jährlichen
Zuwachses sind aber ganzjährig erlaubt. Diese Vorschrift dient unter anderem dem Schutz heimischer Tiere, die Zuflucht in Hecken und Sträuchern suchen, um dort ihre Bruthöhlen zu bauen.
Durchsuchen Sie diese daher vorher gründlich nach Nestern von Vögeln und anderen Kleintieren. Sollten Sie welche entdecken, melden Sie sich im Rathaus oder bei der Unteren Naturschutzbehörde. Hier kann man Sie beim weiteren Vorgehen unterstützen.
Maßnahmen zur Beseitigung von Verkehrsbehinderungen sind von diesem Gesetz allerdings nicht betroffen und werden ausdrücklich vorgeschrieben. Grundstückseigentümer haften sonst für Unfälle und etwaige Schäden, die durch Überwuchs ihrer Bepflanzung ausgelöst werden. Es ist also dringend erforderlich, Geh- und Radwege, Parkstreifen und Fahrbahn entsprechend des Lichtraumprofils freizuhalten.