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Rundum gelungenes Martinsfeuer auf dem Schulhof der Theodor-Heuss-Schule

Foto: Stadt Eppelheim

Die Augen der Kinder auf dem Schulhof der Theodor-Heuss-Schule leuchteten ebenso wie ihre selbstgebastelten Laternen. Zwar konnte es in diesem Jahr keinen Martinsumzug geben und es durfte auch nicht gesungen werden – die Corona-Pandemie macht solchen Veranstaltungen zurzeit leider wieder einen Strich durch die Rechnung. Aber dann ist eben umso mehr Kreativität gefragt, damit die Jüngsten unter uns auf ihre Kosten kommen. Sie hatten ja schon im vergangenen Jahr auf die liebgewonnene Tradition verzichten müssen.
Bürgermeisterin Patricia Rebmann hatte aber eine Idee, wie die Mädchen und Jungen auf eine andere Art den Zauber der Martinsgeschichte erleben konnten. Das war auch der Wunsch vieler Eltern gewesen.
Das Martinsfeuer brannte in der Mitte des Schulhofs und wurde von der Kinder- und Jugendfeuerwehr bewacht. Es hatte noch einen weiteren Effekt: Der November machte an dem Tag seinem Ruf als Nebel-Monat alle Ehre und so versammelten sich große und kleine Besucherinnen und Besucher gerne mit ausreichend Abstand zu den Flammen an der Umzäunung, um sich ein bisschen zu wärmen.

Apropos Abstand: An den Eingängen standen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und kontrollierten die 3Gs – was auch reibungslos funktionierte. Die Eppelheimerinnen und Eppelheimer zückten bereits beim Ankommen Ihre Nachweise.
Große Freude bei den Kindern löste Jutta Kocher vom hiesigen Reiterverein aus, die mit ihrem Pferd „Adagio“ zwischen Schulgebäude und Spielplatz in einem abgetrennten Bereich ihre Runden lief. Aus Gründen des Tierschutzes konnte das Pferd leider nicht bis zum Ende bleiben.
Und auf einer großen Leinwand, die auf der Ostseite des Schulhofs aufgestellt war, lief ein kleiner Film über die Martinsgeschichte. Er erfreute sich großer Beliebtheit und wurde bereits im vergangenen Jahr, als die Veranstaltung vollständig digital stattfinden musste, beim Feldkreuz aufgenommen.

Der Film zeigt, wie der römische Soldat Martin, der später Bischof von Tours wurde, auf einem Pferd reitend einen frierenden Bettler am Wegesrand sieht, seinen Mantel mit dem Schwert teilt und die Hälfte dem armen Mann gibt. Wärme spenden und teilen – das sind die Kernaussagen des Martinstags, wie die Gemeindediakonin Johanna Hassfeld von der evangelischen Kirchengemeinde und Pastoralreferentin Judith Schmitt-Helfferich von der katholischen Kirche auf der Leinwand gemeinsam zu erzählen wussten.
Am Ausgang schließlich waren Melanie Seppich vom Sekretariat der Bürgermeisterin und Katharina, die Tochter der Rathaus-Chefin, damit beschäftigt, die beliebten Martinsmännchen aus Hefeteig an die rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu verteilen. Patricia Rebmann verabschiedete die großen und kleinen Gäste mit guten Wünschen für den Nachhauseweg.
Es war eine Martinsfeier der besonderen Art mit allen dazugehörigen Symbolen, die dieses Mal auf eine andere Weise vermittelt wurden.

  • Foto: Stadt Eppelheim
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