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Auftakt für die Aktion „Prima Stadtklima“

Gerd Wöhrle ist als erster Ehrenamtlicher Pate für einen Schweizer Orangenapfel

Bürgermeisterin Patricia Rebmann ruft gemeinsam mit dem Eppelheimer Gerd Wöhrle die Aktion „Prima Stadtklima“ ins Leben. In einem Video stellen die beiden zusammen mit Benedikt Seelbach vom Amt für Bauverwaltung, Klima- und Naturschutz die Aktion vor.

Die Idee hatte Gerd Wöhrle bei einem seiner Spaziergänge. Der Eppelheimer, der seit 2005 hier lebt, ist ein naturbegeisterter Mensch und entdeckte „immer mal wieder Flächen, die mehr Grün vertragen könnten“, wie er findet. „Bäume sind einfach schön. Sie sind lebendig und geben den Straßen gleich einen anderen Charakter.“ Er selbst hat das Glück, einen eigenen Garten zu besitzen. Dort lässt er es dort ordentlich grünen und blühen – unter anderem durch Bäume.
Bei Bürgermeisterin Patricia Rebmann fand er eine begeisterte Mitstreiterin. Die beiden riefen die Aktion „Prima Stadtklima“ ins Leben. Und die funktioniert so: Alle, die Interesse haben, auf ihrem Grundstück einen Baum zu pflanzen, sind dazu herzlich eingeladen. „Die ersten 25 Hobbygärtner, die sich mit einem Bild erfolgreicher Neupflanzung bei uns melden, bekommen sogar einen Zuschuss über jeweils 25 Euro“, schafft die Bürgermeisterin einen zusätzlichen Anreiz.

„Das ist etwas, was uns als Stadt nach vorne bringt. Wir können Eppelheim als Gemeinschaft ein ganzes Stück lebendiger werden lassen. Darüber freue ich mich. Bäume spenden Schatten. Das ist gut fürs Klima und die Umwelt. Das tut uns allen gut“, freut sich Gerd Wöhrle.
Er macht als erster Aktiver auch den Auftakt für die Aktion und präsentiert mit der Bürgermeisterin einen Apfelbaum, genauer gesagt: einen Schweizer Orangenapfel, der im Durchgang zwischen dem Schulhof der Theodor-Heuss-Schule und Rudolf-Wild-Halle wachsen wird.
Von diesem Standort geht nämlich ein schönes Symbol aus: Dort stand vor wenigen Tagen noch eine Gleditschie, die leider gefällt werden musste, denn der abgestorbene Baum drohte beim nächsten Unwetter umzustürzen und damit Menschen zu gefährden (wir berichteten). Aber bald wächst dort wieder Leben. Die Baumscheibe wird extra ein Stück größer gemacht.
Nun hofft Patricia Rebmann auf möglichst viele Nachahmer: „Wir wollen nicht nur einen einzigen Baum ersetzen, sondern eine ganze Aktion ins Leben rufen. Und dafür brauchen wir unsere Bürgerinnen und Bürger.“

Eine Alternative gibt es für diejenigen, die gerne etwas für die Umwelt tun möchten – aber keine eigene Pflanzmöglichkeit haben. Sie können Geld spenden, beispielsweise eine Einzahlung in den Naturschutzfonds leisten. Wie das Ganze funktioniert, erklärt Benedikt Seelbach vom Amt Bauverwaltung, Klima- und Naturschutz: „Wir unterstützen und beraten bei der Auswahl, welche Sorte in Frage kommt und bei der Anschaffung.“ Auf den Schweizer Orangenapfel fiel beispielsweise die Wahl, weil er spättragend ist. Das ist schon deshalb ideal, weil das Obst erst nach den Sommerferien reif ist und die Kinder der Theodor-Heuss-Schule dann sehen können, wie die Äpfel reif werden. Gepflanzt wird der Apfelbaum in den nächsten Tagen auch mit Unterstützung der Schulkinder.

Als Schwabe, erklärt Gerd Wöhrle zum Schluss noch schmunzelnd, müsse man in seinem Leben ja einen Sohn zeugen, einen Apfelbaum pflanzen und ein Haus bauen. So jedenfalls sage es der Volksmund. Zwei Aufgaben habe er als Vater eines Jungen somit erledigt. „Nur mit dem Haus hat es bisher noch nicht geklappt“, sagt er lachend.
Weitere Informationen zu der Aktion „Prima Stadtklima“ gibt es bei Benedikt Seelbach, Telefon 06221/794-603 oder E-Mail: b.seelbach@eppelheim.de