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Humboldt-Realschule bekommt einmal mehr das BoriS-Siegel

Andreas Weis (v. l.) und Stefanie Klopatowski, die Zertifzierungsbeauftragten der Schule, freuen sich mit Bürgermeisterin Patricia Rebmann, Rektor Michael Mercatoris und Konrektor Christian Fesler über die erneute Ausstellung des BoriS-Siegels. Foto: Stadt Eppelheim

Trotz der Jugendarbeitslosigkeit in unserem Land bleiben Jahr für Jahr immer wieder Ausbildungsstellen offen. Das beklagen nicht nur die Berufsverbände, die sich zunehmend mit dem Fachkräftemangel konfrontiert sehen. Die Situation ist für alle Beteiligten
alles andere als zufriedenstellend – weder für die jungen Menschen noch für die Unternehmen noch für die Lehrkräfte, die die Schülerinnen und Schüler nach dem Abschluss in eine unsichere Zukunft entlassen müssen.
Doch es geht auch anders, wie die Humboldt-Realschule in Eppelheim zeigt. Dort hat man vor acht Jahren einen Weg gefunden, der solche entmutigende Erlebnisse verhindert. Die Lösung heißt BoriS-Siegel. Dieses baden-württembergische Zertifizierungsverfahren bekommen weiterführende Schulen, die im Themenbereich Berufs- und Studienorientierung über die geforderten Standards in den Bildungsplänen und Verwaltungsvorschriften hinausgehen. So steht es in der Beschreibung der Kooperationspartner, dem Industrie- und Handelskammertag, dem Handwerkstag sowie den Unternehmern mit der Landesarbeitsgemeinschaft Schule Wirtschaft. Seit 2014 – von Anfang an – begleitet die Lehrerin Stefanie Klopatowski die Zertifizierung. Mittlerweile hat sie Unterstützung durch ihren Kollegen Andreas Weis bekommen. Die beiden freue sich, dass die Projektleitung das Siegel – nach 2017 – nunmehr zum dritten Mal an die Eppelheimer Humboldt-Realschule verleiht. Und dafür gibt es gute Gründe.

verleiht. Und dafür gibt es gute Gründe. „Wir laden mehr Berufsberater von der Agentur für Arbeit ein als vorgeschrieben“, beginnt Stefanie Klopatowski mit der Aufzählung der umfangreichen Angebote. Und sie fährt fort: „Verschiedene
Firmen – beispielsweise Bauhaus, Wild, ADM, Mercedes- Benz, die Sparkasse oder das Modehaus Engelhorn – kommen regelmäßig zu uns. Die Experten der Personalabteilungen üben mit unseren Schülerinnen und Schülern Vorstellungsgespräche, damit sie mehr Sicherheit bei der ,echten‘ Bewerbungssituation bekommen. Wir veranstalten gemeinsam Praktikumstage oder auch den Infoabend der Wirtschaft.“ Als Ergänzung gibt es wertvolle Informationen zur Vorbereitung aufs Berufsleben: Knigge-Ratschläge oder ein Geldcheck noch vor der ersten Gehaltsüberweisung. Außerdem besucht der Truck „Coaching4Future“ und der M+E-Infotruck für technische Branchen
die Schülerinnen und Schüler, um ihnen Orientierung bei der Berufswahl zu geben. Erste Aktionen des umfangreichen Maßnahmenkatalogs richten sich schon an die Siebtklässler. Ein Schuljahr später gibt es dann eine intensivere Betreuung in Form eines Assessment Centers, eine Spezifizierung dieser Beurteilung von Fähigkeiten erfolgt in Klasse 9. Das führt dazu, dass die Jugendlichen früh die Stellenbeschreibung ihrer Wunschberufe mit den erforderlichen Kompetenzen kennenlernen und mehr über mögliche Fortbildungsmöglichkeiten erfahren.

Wichtig ist es, immer einen Plan B zu haben. Denn manchmal findet man bei der intensiven Auseinandersetzung mit dem Wunschberuf auch heraus, dass Vorstellung und Wirklichkeit nicht übereinstimmen“, weiß Stefanie Klopatowski. „Aber unsere Ergebnisse können sich sehen lassen“, freut sie sich. „Bei uns kriegen nach ihrem bestandenen Abschluss eigentlich alle Jugendlichen eine Ausbildung, oft kommen sie sogar in ihrem Wunschberuf unter beziehungsweise sie besuchen weiterführende
Schulen“, liefert sie den Beweis dafür, wie sinnvoll das BoriS- Siegel ist, wenn es durch engagierte Pädagoginnen und Pädagogen begleitet wird. Und auch Bürgermeisterin Patricia Rebmann freut sich: „Ich bin sehr stolz auf die engagierten Lehrkräfte der
Humboldt-Realschule.“