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Bürgermeisterin unterstützt Schnelltest-Teams

Bürgermeisterin Patricia Rebmann nimmt bei Anita Skonieczny einen Nasenabstrich. Die zweifache Mutter hat sich zum ersten Mal testen lassen. (Foto: Geschwill Presseservice)
 

80 Bürger ließen sich am ersten Testtag im Foyer der Wild-Halle kostenlos auf Corona testen / Alle Tests negativ

„Es ist ein bisschen unangenehm, aber ich habe es mir schlimmer vorgestellt“, meint Anita Skonieczny kurz nach dem ersten Corona-Schnelltest ihres Lebens. Die 40-Jährige ließ sich wie viele andere am Freitagnachmittag im Schnelltestzentrum im Foyer der Rudolf-Wild-Halle mit einem Nasenabstrich auf Covid-19 testen. Sie befolgte den Rat der Testerin, den Kopf nicht zu bewegen und hielt ganz still, als ihr das Teststäbchen durch die Nase bis zum Rachen geführt wurde. „Ich wollte das für meine Kinder ausprobieren, damit ich ihnen erklären kann was gemacht wird und wie sich das anfühlt“, erklärt die zweifache Mutter.

Den Nasenabstrich nahm Bürgermeisterin Patricia Rebmann vor. Sie erklärte jedem Testwilligen zunächst die Vorgehensweise, ehe sie das Teststäbchen etliche Zentimeter in die Nase einführte. Die Rathauschefin wollte aktiv beim Schnelltesten mitwirken und
hatte sich beim DRK Kreisverband in Theorie und Praxis schulen lassen, um das DRK-Team bei Bedarf unterstützen und Corona-Testungen durchführen zu können.

„Ich möchte zum einen Vorbild sein, wenn es um ehrenamtliches Engagement geht, und zum anderen möchte ich damit zeigen, wie wichtig mir diese Schnelltests sind. Bisher waren alle von mir getesteten Personen negativ. Ich hoffe, das bleibt auch weiterhin
so“, meinte sie. Testen und impfen erachtete sie in der momentanen Situation als wichtigste Maßnahmen, um die Pandemie zu beherrschen. „Ich wünsche mir, dass zu den nächsten Testterminen ganz viele Bürgerinnen und Bürger kommen, vor allem am Karsamstag, wenn Osterbesuche bei den Eltern oder Großeltern geplant sind“, meinte Rebmann.

Blick in das Foyer der Rudolf-Wild-Halle, Rathausmitarbeiter Thomas Kern und Isabell Kucharcyk von der Stadtbiliothek bei der Erfassung einer Person vor dem Test. (Foto: Geschwill Presseservice)

5000 Corona-Schnelltests stehen der Stadt zur Verfügung. Die kostenlosen Tests führt der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung durch. DRK Bereitschaftsleiter Helmut Dörr, dessen Stellvertreter Jens Hillger
und Tim Ensmann übernahmen unterstützt von Bürgermeisterin Rebmann die Nasenabstriche und mit ihrem Team die Auswertung der Schnelltests. Rund 15 Minuten lagen zwischen Nasenabstrich und Testergebnis. Die Getesteten warteten im Freien und
bekamen ihre Testbescheinigung über ein Fenster ausgehändigt. „Sobald man getestet ist und auf das Ergebnis wartet, wird man doch ein bisschen nervös“, erfährt man von Lucia Montgomery. Die 18-jährige Eppelheimerin ist in einer Heidelberger Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge tätig und kommt täglich mit vielen Menschen zusammen. Sie nutzte den Schnelltest, um gesundheitliche Gewissheit zu haben. Das kostenlose Schnelltest-Angebot der Stadt fand sie „megagut“.

Zum ersten Testtermin kamen 80 Bürgerinnen und Bürger. Das konnte man nach Ende des ersten Testtages von Pressesprecher Christoph Horsch erfahren. Vom Schulkind bis zur Seniorengeneration war jedes Alter vertreten und alle Getesteten waren negativ.
Die Zusammenarbeit von DRK und Stadt, die mit Freiwilligen im administrativen Bereich die Schnelltests unterstützt, funktionierte reibungslos. Jeder hatte seinen Zuständigkeitsbereich. Wer sich testen lassen wollte, musste ein Meldeformular ausfüllen.
Um während der Testung und bei der Ausgabe des Testergebnisses sowohl dem Datenschutz als auch der Anonymität des Getesteten Rechnung zu tragen, bekam jeder Testwillige am Checkin-Schalter eine Nummer zugewiesen. „Sobald jemand positiv
getestet worden wäre - es wären dann auf dem Kontaktstreifen zwei Linien erkennbar gewesen - hätte die Stadt eine Meldung an das Gesundheitsamt machen müssen“, erklärt Horsch. Außerdem hätte die betreffende Person ein Infoblatt mit Handlungsempfehlungen erhalten und hätte sich unverzüglich in häusliche Quarantäne begeben müssen.

Rathausmitarbeiterin Heike Neiss bei der Ausgabe der Testergebnisse. (Foto: Geschwill Presseservice)

Ab dieser Woche werden durch die Stadt in den Schulen Corona-Tests mit kinderfreundlichen Schnelltests angeboten. „Alle Schüler, die eine Einverständniserklärung der Eltern vorlegen, können sich bis zu den Osterferien zweimal pro Woche kostenlos testen
lassen“, informierte Marion Platzek von der Stadtverwaltung. Die Theodor-Heuss-Grundschüler werden in der Sporthalle der Rudolf-Wild-Halle getestet. Für alle anderen Schulen wird die Rhein-Neckar-Halle zum Schnelltest-Zentrum.

Info: Weitere Corona-Schnelltest-Termine für die Bevölkerung sind am Freitag, 26. März, von 16 bis 19 Uhr sowie Mittwoch, 31. März, von 16 bis 18 Uhr und Samstag, 03. April, von 10 bis13 Uhr. Getestet wird im Foyer der Rudolf-Wild-Halle. Die Corona-
Schnelltests sind kostenlos und stehen ohne Einschränkung allen Personen zur Verfügung, die sich gerne testen lassen möchten. Eine Terminreservierung ist aktuell nicht vorgesehen.


(Text: Geschwill Presseservice)