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Bürgermeisterin Patricia Rebmann zum Krieg in der Ukraine

Symbolbild: pixabay

Liebe Eppelheimerinnen und Eppelheimer,
in den letzten zwei Jahren hatten wir eine oft frustrierende Lage durch die Pandemie. Gerade haben sich die ersten Lichtblicke gezeigt und die Freude auf den kommenden Frühling war groß. Mit dem Überfall auf die Ukraine ist ein neues Schreckensszenario entstanden, das für viele Menschen noch gar nicht richtig zu fassen ist. Krieg in Europa – nicht einmal 800 Kilometer Luftlinie entfernt.
Nach Jahrzehnten des Friedens in Europa ist dies für uns alle unfassbar. Viel Leid wird in der nächsten Zeit auf die Menschen in der Ukraine und auch in Russland zukommen. Unsere Welt ist verwoben und unser Wohlstand hat sich in Friedenszeiten darauf gegründet. In Kriegszeiten sind wir daher alle betroffen. Die Ausmaße sind nicht wirklich greifbar. Das bereitet Sorgen und macht demütig. Aber es verbindet auch. Auf der ganzen Welt stehen Menschen auf und zeigen ihre Solidarität mit dem betroffenen Land.

In den letzten zwei Jahren ist Eppelheim zusammengerückt, es wurde bereits vielfach gezeigt, dass wir uns umeinander kümmern und uns immer mehr verbindet als uns trennt. Auch in dieser neuen, furchtbaren Situation können wir uns gegenseitig Trost und Halt geben. Es wurden bereits viele medizinische Hilfsmittel und Hygieneartikel aus Eppelheim an Sammelstellen gegeben. Ich freue mich sehr über die schnelle und unkomplizierte Reaktion vieler Eppelheimerinnen und Eppelheimer.
Der dritte deutsche Bundespräsident, Gustav Heinemann, hatte bereits verinnerlicht wie zerbrechlich Frieden sein kann: „Der Friede ist kein Naturprodukt; er wächst aus menschlichem Handeln.“
Lassen Sie uns menschlich handeln! Unter der Mailadresse ukraine@eppelheim.de nehme ich gern Angebote entgegen, um Menschen kurzfristig unterzubringen. Haben Sie eine freie Wohnung? Ein freies Zimmer? Oder einfach nur die Möglichkeit, einen Schlafplatz anzubieten? Gerne auch befristet.

Noch wissen wir nicht, wie viele Menschen Zuflucht benötigen oder wie lange. Gerade deswegen ist es wichtig, vorbereitet zu sein. Wenn ich eine Not erkenne, dann möchte ich nicht warten, dass ich gebeten werde. Lassen Sie uns gemeinsam das Licht im Dunkeln sein.
 
Ihre Patricia Rebmann

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