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Vandalismus an der Hundewiese

Unsinnig und gefährlich bei den heißen Temperaturen: Zerstörungswut und ein Feuer bei der Hundewiese. Fotos: Stadt Eppelheim

Eigentlich ist es mit gesundem Menschenverstand kaum zu begreifen: In der vergangenen Woche wurde die Bank vor der Hundewiese umgestoßen und – was noch viel schlimmer ist – offenbar ein Feuer an der Wiese angezündet. Das jedenfalls legen zwei schwarze Flecken im trockenen Gras nahe. Glücklicherweise konnte die Bank mittlerweile wieder aufgerichtet werden, sodass rechtzeitig zur offiziellen Öffnung der Hundewiese am vergangenen Samstag alles beim Alten war. Der Akt der Zerstörung zuvor bedeutete aber überflüssige Mehrarbeit für die Bauhof-Mitarbeiter, die in diesen heißen, trockenen Tagen ohnehin kaum mit der Bewässerung der Pflanzen im Stadtgebiet nachkommen.
Womit wir auch schon beim zweiten Thema sind, das weit mehr als nur ärgerlich ist – die Tat kann im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährliche Folgen haben.

Man sollte meinen, jeder könne sich heutzutage die Konsequenzen vorstellen, die ein außer Kontrolle geratenes Feuer hat. Und wenn die Phantasie nicht ausreicht, genügt ein Blick in den Fernseher: Dort zeigen derzeit die Bilder aus der Sächsischen Schweiz erschreckend anschaulich die verheerende Katastrophe. Tiere ersticken oder verbrennen qualvoll, Feuerwehrleute müssen sich in Gefahr begeben, um die Brände zu löschen und viele Hektar wertvolle Fauna werden von den Flammen vernichtet.

Deshalb noch einmal der dringende Appell an die Bevölkerung: Spielen Sie nicht mit dem Feuer. Durch die langanhaltende Hitzeperiode sind Boden, Bodenvegetation und heruntergefallene Äste angetrocknet und damit leicht entzündbar. Schon ein kleiner Funke genügt, um einen großen Brand zu entfachen. Und wenn dann noch der Wind dazukommt, breiten sich die Flammen noch schneller aus. Gefahr geht auch von achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen aus. Und Flaschen oder Glasscherben können wie Brenngläser wirken.
Öffentliche Einrichtungen wie die Hundewiese dienen der Erleichterung des Zusammenlebens im engen, städtischen Raum. Es ist wichtig, gemeinsam auf diese Orte zu achten.