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Unterhaltsame Stunden bei den Veranstaltungen in der Rudolf-Wild-Halle

Kulturprogramm 2022/2023 der Stadt bietet gute Musik und beste Unterhaltung bei moderaten Preisen

Das Kulturteam der Stadt Eppelheim präsentiert für die kommende Saison wieder einen abwechslungsreichen Spielplan in der Rudolf-Wild-Halle, der interessante Abende und unterhaltsame Stunden verspricht. Er besteht aus Nachholterminen, die in der Corona-Zeit ausgefallen sind und jetzt stattfinden. Nur deshalb gibt es in den kommenden Monaten noch die insgesamt neun Veranstaltungen, denn aufgrund der prekären finanziellen Lage der Stadt, die durch die hohen Energiekosten infolge der drohenden Gasmangellage noch verschärft wird, beschloss der Gemeinderat als eine der Einsparmaßnahmen die Aussetzung des Kulturprogramms (wir berichteten). „Eine Glaskugel haben wir keine. Wir hoffen aber sehr, dass wir das Programm spielen können“, meinte Bürgermeisterin Patricia
Rebmann, nach eigener Aussage vorsichtig-optimistisch. „Alles, was wir zurzeit vorstellen, hat aber nur bis zu einer möglichen neuen Corona-Verordnung Gültigkeit. Wir können nicht absehen, was uns der Herbst bringt.“ Die Hoffnung regiere mehr denn je in der kommenden Saison. Kultursachgebietsleiter Christoph Horsch sprach indes ein großes Lob an die Besucherinnen und Besucher aus: „Sie haben im vergangenen Jahr alle Maßnahmen mitgetragen und sich auch bei kurzfristigen Absagen verständnisvoll gezeigt.“ Er wies daraufhin, dass bereits gekaufte Karten selbstverständlich ihre Gültigkeit behalten.

Svenja Anwand, zuständig für das Programm der kommenden Spielzeit, stellte die Veranstaltungen vor. Den Auftakt macht am 15. September mit Arnim Töpel ein Kind der Kurpfalz. Sein musikalisches Kabarett trägt den Titel „Mei Mussisch – meine Musik + dem Günda seini“. „Mach doch mal Musik!“ Schon lange hört er von seinem Publikum diesen Wunsch. Nach 20 Jahren Bühnenleben ist für den Bluesdenker am Piano die Zeit reif. Etliches hat sich über die Jahrzehnte angesammelt, schließlich hat für ihn mit Musik alles begonnen. So hört man Werke aus seinen Anfängen und Lieder aus seinen neuen Soloprogrammen. Hochdeutsch in Kurpfälzer Mundart.
Weiter geht es am 28. Oktober, dann unterhalten Brigithe & Taxi Bleu mit französischen Chansons à la Edith Piaf und swingenden Jazzstandards das Publikum. Sie interpretiert die Lieder mit unbändigem Charme und immer einer Prise Humor. Bei ihrem Gastspiel in Eppelheim wird die Chanteuse von Oliver Taupp am Piano, Christian Spohn am Kontrabass sowie Wolfgang Disch am Schlagzeug begleitet.
Musikalische Frauenpower gibt es auch am 18. November mit den „Schrubbers“. Die Kraichgauer Frauenband – Martina Sigmann (Schlagzeug), Inge Schweickert (Rhythmusgitarre), Beate Nuss (Bassgitarre), Susanne Kammerer (Keyboard und Gesang), Corinna Heiß (1. Stimme) und Jutta Brinkmann (2. Stimme) – präsentiert Lieder direkt aus der Küche zu Melodien, die jeder kennt. „Zuhören und schmunzeln“ heißt es, wenn es um die Problematik eines schnarchenden Ehemannes im Bett geht, die ungeliebte Orangenhaut oder die Wechseljahre. Aller guten Dinge sind drei: Nach zwei Terminverlegungen möchte das Eppelheimer Huub Dutch Duo am 24. November das Publikum unterhalten. Die beiden spielen „Max und Moritz – eine fabelhafte Vertonung in sieben Streichen“. So hat man Wilhelm Buschs Werk noch nie gehört: genial vertont und mitreißend vorgetragen. Jeder Streich ist ein Erlebnis: überraschende Wendungen, einprägsame Melodien, effektvolle Stimm-Arrangements, fesselnde Trompetensoli und Groove. Huub Dutch und Chris Oettinger schleifen ihr Publikum durch viele musikalische Genres mit einem phantastischen Gespür für die erzählerischen Wendungen und den einmaligen Sprachwitz der Bubengeschichten von Witwe Bolte über Lehrer Lämpel bis hin zu Meister Müllers gefräßigem Federvieh.
„Dorscht“ heißt das musikalische Kabarett des Odenwälder Shanty-Chors am 10. Dezember, der letzten Veranstaltung des Jahres. Schon für die Wikinger war der Dorsch der Fisch der Fische. Kaum weniger gewaltig aber war der Drang der Matrosen, dem Körper Flüssigkeit zuzuführen. So schuf der Lebensraum des Dorschs den „Dorscht“, der erst an Land gestillt werden konnte. „Dorscht“ heißt auch das neue Programm des Odenwälder Shanty-Chors. Es geht den Höhepunkten maritimer Kneipenkultur auf den Grund. Auch in ihrem zehnten Programm folgt die Kulttruppe um Chorleiter Matz Scheid und Texter Manfred Maser den Spuren von Schann Scheid, Held der sieben Weltmeere aus Fränkisch-Crumbach, die dieses Mal die Schwellen der Seemannskneipen in aller Welt überschreitet.

Kultursachgebietsleiter Christoph Horsch (v. l.), Bürgermeisterin Patricia Rebmann und Svenja Anwand, zuständig für das Kulturprogramm, präsentieren die Veranstaltungen, die in der Saison 2022/2023 in der Rudolf-Wild-Halle stattfinden.  Foto: Stadt Eppelheim

Das beliebte Neujahrskonzert mit dem Johann-Strauß-Orchester findet am 5. Januar 2023 statt. Das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt beziehungsweise das Orchester der Frankfurter Sinfoniker wurde 1986 von Günther Gräf ins Leben gerufen. Der aus 34 Musikerinnen und Musikern bestehende Stamm setzt sich vorwiegend aus Instrumentalisten des hr-Sinfonieorchesters und der Opernhäuser Frankfurt, Wiesbaden, Mainz und Darmstadt zusammen. Gespielt werden – der Name verrät es schon – vorwiegend Melodien des Walzerkönigs.
Mit seinem Programm „Vor der Ehe wollt ich ewig leben“ tritt Stephan Bauer am 2. Februar auf. Jeder kennt sie: die Müdigkeit in der Beziehung. Wenn man nach zehn Jahren ratlos in das Gesicht des Partners schaut und sich klar wird: Vor der Ehe wollt ich ewig leben. Fast jeder hatte mal so seine Träume von einem glücklichen und erfüllten Dasein. Und was ist davon übrig? Stephan Bauers neues Programm ist wie immer ein pointenreicher Mega-Spaß, aber auch eine offene Abrechnung mit der Single-Gesellschaft, erodierenden Werten und dem Gefühl von „alles geht“.
„Komplexe Väter“ spielen Jochen Busse, René Heinersdorff und Hugo Egon Balder in einer Komödie am 28. März. Anton und Erik sind wie Feuer und Wasser: Der eine ist ein Spießbürger wie er im Buche steht, der andere kommt nicht in die Gänge. Doch die beiden haben eines gemeinsam: eine Tochter. Während Erik ihr Erzeuger ist, hat Anton sie Zeit ihres Lebens erzogen. Als Nadines Mutter darauf besteht, dass beide Väter Björn, den neuen Freund Nadines, gemeinsam mit ihr kennenlernen, schließen sie Waffenstillstand, denn der neue Freund ist 20 Jahre älter als die Tochter und das finden die beiden gar nicht komisch.
Am 26. April beschließt das Hamburger Ohnsorg-Theater mit dem Stück „Ein Mann mit Charakter“ das Programm. Mit dabei ist auch Heidi Mahler. Ein Mann mit Charakter – das ist Bäckermeister Heinrich Hinzpeter. Deshalb hat er, als sein ehrloser Bruder nach Amerika ausgebüxt ist, dessen schwangere Braut geheiratet. Die Ehe wurde allerdings vor sieben Jahren geschieden. Nun kündigt der Bruder aus Brooklyn seinen Besuch an. Er möchte seine Ehemalige wiedersehen. Heinrich Hinzpeter stürzt sein Kommen in große Verlegenheit. Denn dann wird Tochter Gisela erfahren, wer ihr richtiger Vater ist.

Den Getränkeausschank im Foyer übernehmen vor den Vorstellungen und in der Pause in bewährter Weise wieder die Eppelheimer Vereine, die auch einen kleinen Imbiss anbieten. Die Preise für die Karten bleiben trotz gestiegener Betriebskosten für die Rudolf-Wild-Halle moderat. Tickets im Vorverkauf gibt es übers Internet (www.reservix.de) oder im Foyer der Rudolf-Wild-Halle (barrierefrei) ausschließlich mittwochs von 15 bis 17 Uhr (ab September 2022). Karten können aber auch telefonisch unter der Nummer 06221/794-402 (Svenja Anwand) reserviert werden.

Spielzeitprogramm 2022/2023

pdfHP.pdf (1,408 MB)