Religion/Ethik

Religion

Das Unterrichtsfach Religion wird am DBG konfessionsgebunden (evangelisch, katholisch) von Klasse 5 bis 12 unterrichtet. Schülerinnen und Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, besuchen den Ethikunterricht.
In den Schulgottesdiensten vor den Weihnachts- und Sommerferien, die von Schülern und Lehrern gemeinsam gestaltet werden, feiern wir gemeinsam unseren Glauben.
Durch den wöchentlichen Verkauf von Fair-Trade-Produkten und durch das Sozialpraktikum Compassion in Klasse 10 leben wir unseren Glauben auch über die Grenzen unserer Schule hinaus.
Um die Menschen der anderen Konfession bzw. anderer Religionen besser kennenzulernen, unternehmen wir folgende Exkursionen:

  • Kl. 5/6: evangelische und katholische Kirche
  • Kl. 7/8: Synagoge und Moschee

Ethik

Im Ethikunterricht geht es primär darum, die auch im Religionsunterricht vermittelten Werte näher zu beleuchten. Wir gehen hierbei jedoch nicht von einem religiösen Standpunkt aus, sondern wir lernen jedes Jahr eine andere Religion unvoreingenommen kennen. So wird in der siebten bis neunten Klasse sowohl das Judentum als auch der Islam sowie das Christentum behandelt. Die Religionsthemen werden in der Kursstufe mit der kritischen Reflexion von Gottesbeweisen sowie dem Theodizeeproblem abgeschlossen.

Neben dem Wissen über andere Religionen steht die Vermittlung von Toleranz und Offenheit gegenüber anderen Vorstellungen, Lebensformen und –zielen im Zentrum des Ethikunterrichts. Dies beginnt in der Unterstufe z.B. mit dem Thema Lügen und der Frage, ob Notlügen manchmal in Ordnung sein können. In der Mittelstufe steht neben dem Thema Konflikte und Konfliktlösung auch der Themenkomplex Liebe, Freundschaft und Sexualität im Mittelpunkt. In Hinblick auf die Oberstufe wird gegen Ende der Mittelstufe auf nach Altern, Sterben und Tod eingegangen. In der Kursstufe steht in der praktischen Philosophie die Medizinethik im Fokus.

Zur Betrachtung unterschiedlicher Standpunkte dient uns nicht nur die persönliche Alltagsmoral, sondern es werden altersgemäß und themengebunden philosophische Texte in den Unterricht der Mittelstufe eingestreut. So lernen die Schülerinnen und Schüler bereits in der siebten Klasse den aristotelischen Blickwinkel auf das Thema Freundschaft kennen. Der Umgang und Mehrgewinn philosophischer Texte ist bis zum Ende der Mittelstufe soweit fortgeschritten, dass ab Klasse 10 die ersten Philosophen der Antike im Detail studiert werden können. Es folgen in der Kursstufe u.a. Bentham, Jonas und Kant.

Am Ethikunterricht nehmen alle Schülerinnen und Schüler teil, die nicht in den Religionsunterricht gehen. Bis zum zwölften Lebensjahr entscheiden darüber die Eltern, bis zum vierzehnten Lebensjahr ist dies ein gemeinsamer Entschluss zwischen den Schülern und ihren Eltern und ab dem vierzehnten Lebensjahr sind die Schüler voll religionsmündig und dürfen diese Entscheidung alleine treffen. (Text: Lotte Emlsander)

 

Auszug aus der Verwaltungsvorschrift zum Thema Ethik:

In Baden-Württemberg ist Ethik an Gymnasien ordentliches Unterrichtsfach für alle Schüler ab Klasse 7, wenn sie nicht am Religionsunterricht teilnehmen.

Alle Schüler,

a) die keiner Religionsgemeinschaft angehören,

b) für die Religionsunterricht als ordentliches Unterrichtsfach nicht eingerichtet ist,

c) die sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben,

sind daher verpflichtet, am Ethikunterricht teilzunehmen.

Ein Austritt aus dem Ethikunterricht ist nur innerhalb der ersten beiden Wochen zu Beginn eines Schulhalbjahres möglich. Dann ist Religionsunterricht zu besuchen.

Wie auch Religion ist Ethik ein für die Versetzung maßgebliches Fach.

„Ethikunterricht dient der Erziehung der Schüler zu verantwortungs- und wertbewusstem Verhalten. Sein Inhalt orientiert sich an den Wertvorstellungen und
den allgemeinen ethischen Grundsätzen, wie sie in Verfassung und im Erziehungs- und Bildungsauftrag des §1 niedergelegt sind. Der Unterricht soll diese Vorstellungen
und Grundsätze vermitteln sowie Zugang zu philosophischen und religionskundlichen Fragestellungen eröffnen“

(Aus: Verwaltungsvorschrift des KM vom 21.11.2001 in: Kultus und Unterricht 1/2002)